# hib – Heute im Bundestag Nr. 922 Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen 26.07.2021

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- Veröffentlicht: 2021-07-27T15:21:39+02:00
- Autor: Elke Wirtz

## Heute im Bundestag Nr. 922⏎  Heute im Bundestag <meldungen@dbtg-newsletter.de> Di, 27.07.2021 14:06

### hib – Heute im Bundestag Nr. 922

 

### Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen

Di.., 27. Juli 2021, Redaktionsschluss: 14.02 Uhr

### Bauausschuss beriet über Konsequenzen der FlutkatastropheBau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen/Ausschuss

### Sorge um Pressefreiheit in der Region Kurdistan-Irak⏎  Auswärtiges/Antwort

### Keine Korrekturbitten im März 2020⏎  Auswärtiges/Antwort Entwicklung von Kinderarmut in der Corona-Krise Arbeit und Soziales/Kleine Anfrage Korrekturbitten im Februar 2020

### Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/Kleine Anfrage

### FDP fragt nach Mobilfunkversorgung in Bayern⏎  Verkehr und digitale Infrastruktur/Kleine Anfrage

 1. Bauausschuss beriet über Konsequenzen der Flutkatastrophe
     Bau, Wohnen, Stadtentwicklung
    und Kommunen/Ausschuss Berlin: (hib/STO) In einer Sondersitzung hat sich der Ausschuss
    für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen am Dienstag mit der Unwetterkatastrophe
    in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befasst. Bundesbauminister Horst Seehofer(
    CSU) sprach in der Sitzung von einer „unfassbaren Tragödie“. Dabei kamen dem Minister
    zufolge mit Stand von Dienstagmorgen 179 Menschen ums Leben, während mehr als 800
    verletzt wurden und in Rheinland-Pfalz noch 149 vermisst werden.

Der materielle Schaden, dessen Bewältigung eine „Aufgabe von nationalem Rang“ sei,
werde „viele Milliarden“ betragen, prognostizierte der Ressortchef. Die Zahl der
Einsatzkräfte vor Ort bezifferte er auf „weit über 30.000“.

Seehofer betonte, dass das Krisenmanagement vor Ort insgesamt gut laufe. Zugleich
bekräftigte er, dass bei der Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall künftig
auf einen Mix aller Warnmöglichkeiten gesetzt werden solle. Dazu zählte er neben
Sirenen, Apps und SMS-Benachrichtigungen auch Rundfunk- und Fernsehinformationen
sowie Lautsprecherdurchsagen der zuständigen Behörden. Dabei fördere der Bund auch
den Wiederaufbau von Alarmsirenen, die überall im Bundesgebiet gebraucht würden.

Als eine weitere Konsequenz aus der Flutkatastrophe nannte der Minister, dass seiner
Ansicht nach die Bekämpfung des Klimawandels noch stärker in den Mittelpunkt rücken
müsse, „auch mit mehr Tempo“. Dabei werde der Baubereich eine wesentliche Rolle 
zu spielen haben. Seehofer plädierte in diesem Zusammenhang dafür, mehr Geld für
Neubauten aufzuwenden, weil dabei die Klimaeffizienz „eine ganz andere“ sei als 
bei einer Altbausanierung. Zugleich solle die Sanierung weiter unterstützt werden.

Die CDU/CSU-Fraktion verwies auf die Bedeutung der Geschwindigkeit des Wiederaufbaus
und warf die Frage der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren auf. Auch fragte
sie, ob man Lenkungsfaktoren brauche, um die Kapazitäten der Bauindustrie in die
Katastrophengebiete zu lenken.

Die SPD-Fraktion sah die Notwendigkeit, „über Formen der Arbeitsteilung“ zwischen
Bund, Ländern und Kommunen in solchen Extremsituationen zu sprechen. Hier gebe es
deutliche Defizite. Kommunen seien mit solchen Situationen überfordert.

Die AfD-Fraktion nannte es „nicht okay“, die Unwetterkatastrophe dem Klimawandel
zuzuschreiben. Sie sprach von „Inkompetenz und Versagen“ der betreffenden Behörden
und fragte, welche personellen Konsequenzen Seehofer aus diesem „organisatorischen
Desaster“ ziehe.

_Die FDP-Fraktion entgegnete, es sei „Konsens bei den demokratischen Parteien“, 
dass die Wahrscheinlichkeit solch katastrophaler Unwetter aufgrund des Klimawandels
häufiger auftrete. Daher müsse man sich auch stärker damit befassen, wie man Kommunen
widerstandsfähiger machen könne._

Die Fraktion Die Linke erkundigte sich nach dem Zeithorizont für Verbesserungen 
des Warnsystems. Auch stellte sie die Frage, wo der Minister im Bauressort Möglichkeiten
sehe, beim Klimaschutz an Tempo zuzulegen, und was er hier bereits angeschoben habe.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vertrat die Auffassung, dass beim Katastrophenschutz
dringend über eine verbesserte Koordination diskutiert werden müsse. Dies gelte 
auch für „die Frage von Kompetenzen zumindest in Katastrophenlagen, was die Zentralstellenfunktion
des Bundes angeht“.

 1. Sorge um Pressefreiheit in der Region Kurdistan-Irak
     Auswärtiges/Antwort Berlin:(
    hib/JOH) Die Bundesregierung ist besorgt über den Zustand der Presse- und Meinungsfreiheit
    in der Region Kurdistan-Irak (RKI). Sie stehe daher in regelmäßigem Austausch mit
    ihren Partnern, Organisationen der Vereinten Nationen (VN) und Nichtregierungsorganisationen
    zur Lage der Menschenrechte in der RKI, schreibt sie in einer Antwort (19/31557)
    auf eine Kleine Anfrage (19/30689) der Fraktion Die Linke. Die Bewertung der Lage
    finde Eingang in die Gesamtbewertung der bilateralen Beziehungen.

Konkret geht sie auf den Prozess gegen Journalisten und Aktivisten ein, die im Februar
2021 wegen „Gefährdung der Sicherheit, Stabilität und Souveränität der RKI“ zu sechs
Jahren Haft verurteilt wurden. „Von Beginn des Verfahrens an“ habe sie sich für 
die Betroffenen, die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze und die Presse- und
Medienfreiheit gegenüber der RKI-Regierung eingesetzt, betont die Bundesregierung.
Nach Angaben von glaubwürdigen Beobachtern habe das Verfahren unter gravierenden
rechtsstaatlichen Mängeln gelitten. So habe kein ausreichender Zugang der Anwälte
zu ihren Mandanten bestanden. Als „besonders besorgniserregend“ bezeichnet die Bundesregierung
Vorwürfe von durch Folter und Druck erpresste Geständnisse während der Haftzeit,
denen das Gericht nicht nachgegangen sei.

Weiter führt sie auf, Büros des Satellitensenders NRT, der dem Vorsitzenden der 
Oppositionspartei „New Generation“, Shaswar Abdulwahid, zugerechnet werde, seien
2020 in Erbil, Duhok und Sulaimaniya vorübergehend geschlossen und NRT der Zugang
zu Informationen beziehungsweise Pressekonferenzen von Regierungsseite wiederholt
verweigert worden.

 1. Keine Korrekturbitten im März 2020
     Auswärtiges/Antwort Berlin: (hib/JOH) Das Auswärtige
    Amt hat im März 2020 in keinem Fall bei Medien um Korrekturen von Berichterstattungen
    unter Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe ersucht. Das geht aus der Antwort (19/
    31526) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/31345) der AfD-Fraktion 
    hervor. Das Ministerium gebe lediglich in Einzelfällen einem Medium dann einen 
    Hinweis, wenn vom Auswärtigen Amt veröffentlichte Informationen oder Angaben über
    die Bundesregierung objektiv unzutreffend wiedergegeben würden und das Amt einen
    Hinweis für geeignet und angemessen erachte. Eine Verpflichtung zur Erfassung dieser
    Hinweise bestehe nicht.

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 1. Entwicklung von Kinderarmut in der Corona-Krise
     Arbeit und Soziales/Kleine Anfrage
    Berlin: (hib/JOH) Um die Entwicklung von Kinderarmut in der Corona-Krise geht es
    der Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (19/31535). Unter anderem wollen
    die Abgeordneten erfahren, wie viele Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, 
    Betreuung und Förderung seit Januar 2021 aufgrund von Quarantänemaßnahmen den Betrieb
    reduzieren beziehungsweise vorübergehend einstellen mussten. Außerdem erkundigen
    sie sich danach, wie sich die Anzahl der Kinder und Jugendlichen entwickelt hat,
    für die seit November 2020 Hartz IV- beziehungsweise SGB II (Zweites Buch Sozialgesetzbuch)-
    Leistungen gewährt wurden.
 2. Korrekturbitten im Februar 2020
     Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung/
    Kleine Anfrage Berlin: (hib/JOH) ) Die AfD-Fraktion hat eine Kleine Anfrage (19/
    31636) zu Korrekturbitten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
    und Entwicklung (BMZ) im Februar 2020 gestellt. Darin fragt sie die Bundesregierung
    unter anderem, ob und wenn ja, aus welchen Anlässen das BMZ bei Medien mit oder
    ohne anwaltliche Hilfe um Korrekturen von Berichterstattungen gebeten hat. Es handelt
    sich dabei um eine Nachfrage auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
    Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/7472.
 3. FDP fragt nach Mobilfunkversorgung in Bayern
     Verkehr und digitale Infrastruktur/
    Kleine Anfrage Berlin: (hib/HAU) Nach dem aktuellen Stand der Mobilfunkversorgung
    in Bayern erkundigt sich die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (19/31542). 
    Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, wie viele „weiße Flecken“ mit einer
    Mobilfunkversorgung von weniger als zwei Mbit/s es derzeit noch in Bayern gibt.

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